März 15

Mobile first – Das verändert alles für Ihre Praxiswebseite

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Praxiswebseiten werden heute besonders häufig über das Smartphone aufgesucht. Bei einer nicht optimierten Webseite kann der Nutzer den Eindruck bekommen, dass diese Arztpraxis veraltet oder unprofessionell sei. Neue Patienten könnten solche Praxen nach einem solchen Eindruck meiden. Um auf dem neuesten Stand im Thema Webdesign zu sein, zeigen wir Ihnen im folgendem Artikel einige Grundlagen zur Mobile First-Strategie (Webseiten-Optimierung auf mobilen Endgeräten).

Die Anzahl mobiler Endgeräte, wie Smartphone oder Tablet, steigt ständig. Im Jahr 2019 und 2020 benutzten zum Beispiel ungefähr 95% der unter 50-Jährigen mobiles Internet. Um der Konkurrenz gewachsen zu bleiben, sehen wir es als empfehlenswert, wenn Arztpraxen das responsive Webdesign berücksichtigen. Aber nicht nur das. Es gibt einen ganz neuen Trend, den man bei der Homepage-Erstellung beachten sollte. Die neue Technik des Mobile First-Ansatzes setzt nie da gewesene Maßstäbe an der Erstellung einer Webseite. Den Zusammenhang zu Ihrer eigenen Praxiswebseite und die wichtigsten Hinweise dazu können Sie hier nachlesen.

I. Das Responsive Webdesign

Bisher wurden Webseiten zunächst für Desktop PC's angepasst. Webdesigner entwickeln viele Funktionen und Grafiken, die sowohl auf größere Bildschirme als auch auf schnelle Datenverbindungen angepasst wurden. Eine mobile Variante entstand erst später und wurde als Anhängsel betrachtet. Frühere Darstellungen von Webseiten für Mobilgeräte waren meist nur eine reduzierte Variante einer Desktop-Seite.

Responsive Webdesign

Seit 2013 vollzieht sich der Wechsel zum responsive Design quer durch alle Branchen. Damit passt sich die Darstellung der Webseite and die Eigenschaften des jeweils benutzen Endgeräts an. Der Nutzer muss bei der Betrachtung am Smartphone nicht mehr zoomen. Außerdem werden Elemente der Seite in der mobilen Darstellung nicht mehr ungewollt abgeschnitten.

Eine starre Gestaltung einer Webseite ist somit nicht mehr zeitgemäß.

II. Was ist eine Mobile First - Strategie?

Es gibt jedoch auch Nachteile des Responsive Designs. Der "Endlosmodus" war ein solches Problem. Der User musste dabei unendlich scrollen, bis er an das Ende einer Seite gelangt war. Später hat man dann das mobile Design entschlackt. Das Kürzen der Texte oder das Ausblenden von Bildern und Grafiken waren solche Maßnahmen. Statt die Webseite zu verbessern, litt diese jedoch darunter.

Der Mobile First Ansatz ist die logische Konsequenz aus dieser Problematik im Web. Die höchste Priorität hat demnach die optimale Darstellung auf mobilen Endgeräten. Erst später wird das Design für den Desktop angepasst. Somit wird bei Mobile First erst vom kleinsten bis zum größten Layout gedacht.

III. Zwei strategische Vorteile

Bestärkt wird dieser Trend zum Mobile First-Ansatz auch durch Google. Im Jahr 2018 hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass Rankings von Websites nun auch vom adaptiven Design abhängig sind. Das heißt, dass eine starre Version schlechter bewertet wird. Arztpraxen mit veralteten Webseiten werden spätestens jetzt abgestraft, indem sie bei Google weniger berücksichtigt werden. Das zeigt, wie wichtig Mobile First ist. 

1. Weniger ist mehr

Da man nur einen kleinen Bereich zur Verfügung hat, wird sich nur auf das Wichtigste konzentriert. Um eine maximale Leistung auf allen Endgeräten zu erzielen, wird nicht mehr als nötig programmiert und eingerichtet. Somit werden Skizzen von Websites zuerst für die Smartphone-Bildschirme entworfen. Aus diesem Grund bleibt demnach auch kein Platz für große Bilder und Funktionen. Diese optimierten Elemente werden danach auf der Homepage für den Desktop umgesetzt.

Was ist das Resultat eines Mobile First-Ansatzes?

Beim Mobile First wird als Resultat das Layout klarer. Gerade wenn man noch in einer frühen Phase der Entwicklung der Webseite steht, ist dieser Ansatz besonders sinnvoll. Da nur die wichtigsten Elemente im Vordergrund stehen, profitiert die gesamte Klarheit der Webseite. Dies ist bei der Homepage einer Arztpraxis besonders wichtig. Das Menü ist im besten Fall einfach gestaltet. Auch der Inhalt sollte klar und einfach formuliert sein. Dabei verzichtet man auf große Bilder und nutzlose Funktionen . Genau dies erreicht man mit Mobile First, weshalb es immer öfter Anwendung bei der Design-Erstellung findet.

2. Mehr Reichweite durch mobile Endgeräte

Durch die Anpassung an mobile Endgeräte werden viel mehr Menschen erreicht als mit der bloßen Existenz einer Desktop-Version. Heutzutage möchten User im Internet schnell und innerhalb weniger Klicks an gewünschte Informationen kommen. Falls sich ein User nach seiner Google Suche für eine Seite entscheidet, sollte diese Übersichtlich und einfach zu bedienen sein. Falls die Seite aber nicht diesen Anforderungen entspricht, wird der User auf den "zurück"-Button klicken. Als Resultat ruft dieser Nutzer dann andere, optimierte Seite auf. Ohne Optimierung ist man also nicht mehr auf der gleichen Stufe wie die Konkurrenz. Als Ergebnis verlieren Sie potentielle Patienten.

Braucht eine Arztpraxis Mobile First?

Zunächst werden Sie sich fragen, was dieses Mobile First-Konzept nun mit Ihrer Praxis zu tun hat. Doch auch Sie sind nicht vom technischen Fortschritt bei Ihrer Praxishomepage befreit. Viele Patienten suchen mittlerweile über ihr Smartphone nach geeigneten Arztpraxen. Was vielleicht auf dem Dorf noch über Mundpropaganda geschieht, wird in der Stadt nicht funktionieren. Die Konkurrenz in der Stadt ist schlichtweg höher. Spätestens bei spezialisierten Ärzten möchte sich der neue Patient im Vorfeld informieren. Dies bedeutet, dass sich Arztpraxen unbedingt eine eigene professionelle Webseite einrichten sollten. Diese sollte dahingehend optimiert sein, dass es auch auf mobilen Endgeräten einwandfrei funktioniert. Mobile First-Designs beschränken sich auf die wichtigsten Elemente. Genau das sucht ein Patient im Web: die wesentlichen Aspekte Ihrer Praxis auf einen Blick erfassen zu können und die gewünschten Informationen zu erhalten.

Wie sollen Arztpraxen soetwas erstellen?

Dieses Prinzip von Mobile First stellt eine große Aufgabe für Arztpraxen dar. Statt sich als Arzt selbst in die Thematik einzulesen, kann man diese Optimierung an Webagenturen weitergeben. YouTube-Videos können nicht die Erfahrung im Einrichten von Mobile First-Seiten ersetzen.

IV. Vier Prinzipien, die Sie unbedingt beachten sollten

Wozu eine mobile Version?

Das Smartphone ist aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund wird auch die Optimierung an mobile Geräte mehr in den Fokus gerückt. Das Smartphone ist bei der normalen Kommunikation mit anderen Menschen im Einsatz. Es hilft beim Finden von Routen über Google Maps. Oder es hilft bei der Entscheidung, welches Café besucht werden soll. Wer würde heute schon an den Desktop gehen, wenn er zum Beispiel eine Nachricht auch einfach per Handy versenden kann? Hinzu kommen Leute, die ein Smartphone, aber keinen Desktop besitzen. Aus diesem Grund sollte man den Fokus auf die mobile Version der Webseite legen.

1. Von User Experience und Usability

Die User Experience bezeichnet sämtliche Verhaltensweisen und Gefühle einer Person. Das Nutzungserlebnis ist somit höchst subjektiv und dynamisch. Aus diesem Grund kann es sich auf einer Webseite im jedem Klick ändern. Auf der anderen Seite bezeichnet Usability die Benutzerfreundlichkeit im objektiven Sinne. Diese beiden Begriffe sind sehr stark miteinander durch Ästhetik und Emotionen verbunden. Letztlich kann dieses Gefühl positiv als auch negativ sein. Das Erlebnis des Nutzers wirkt sich nämlich nicht nur auf die Verweildauer auf der Webseite aus, sondern auch auf die Wahrnehmung der Marke oder Praxis.

Damit der Patient auf Ihrer Webseite einen guten Eindruck bekommt, muss diese innovativ und seriös gestaltet sein. Gleichzeitig muss sie aber auch für alle Endgeräte optimiert sein. Um dies auch bei den Nutzern von Smartphones zu erreichen, ist es unbedingt notwendig ein responsive Webdesign zu haben. Da der Trend zu Mobile First stetig steigt, sollten Sie diesen Ansatz unbedingt beachten. Gerade in Notfällen wird der Patient sich nicht extra vor den Desktop setzen, sondern schnell nach einem passenden Arzt über das Smartphone oder Tablet suchen. Nur wenige Klicks sollten zudem ausreichen, um zur gewünschten Info zu gelangen. Viele Faktoren spielen bei der User Experience rein, darunter die Ladezeit, das optimale Design und die Brand Identity (Markenidentität).

2. Ladegeschwindigkeit (Speed)

Bei Praxiswebseiten möchte der Patient zwar genaue Infos wissen, schnell zugänglich müssen diese allerdings auch sein. Funktionalität sowie Ladegschwindigkeit einer Webseite  entscheiden darüber, ob der User auf der Seite überhaupt bleibt. Wenn ein Nutzer online warten muss, unterscheidet sich die Reaktion kaum von einer realen Situation: Je länger man warten muss, desto ärgerlicher wird man.

Laut einer Studie gaben 80% der Internet Nutzer an, eine langsame Webseite kein zweites Mal zu besuchen. Im Gegensatz dazu minimierte sich zum einen die Absprungrate bei einer kürzeren Ladezeit. Dazu erhöhte sich die Verweildauer auf der Webseite. Bei Google ist die Ladezeit ein Faktor bei den Rankings. Dies ist besonders wichtig, da Google Nutzer meist nur den oberen Ergebnissen Beachtung schenken. Wer besonders weit oben steht, wird vom Google Algorithmus bestimmt. Um eine höhere Chance auf ein gutes Ranking zu haben, muss auch die Webseite schneller laden. Dabei müssen die Seiten sowohl auf dem Desktop als auch mobil optimiert sein.

Optimierung der Ladegeschwindigkeit

Um die Ladegeschwindigkeit zu optimieren, muss der Webdesigner einige Dinge beachten. Dateien und Bilder sollten beispielsweise nicht zu groß sein. Je kleiner die Größe der Datei ist, desto schneller kann die Seite geladen werden. Gerade beim Zugriff über mobile Geräte werden Webseiten oft unterwegs ausgewählt. Doch mobile Endgeräte nutzen dabei nicht die höchste Bandbreite. Zum Einen sind dabei die Ansprüche an die Bildqualität durch das kleine Display geringer, zum Anderen werden diese aufgrund des Bildschirmes in einer anderen Auflösung als auf dem Desktop dargestellt. Aus diesen Gründen sollte man die Medien teilen und einzeln betrachten.

Eine Entwicklung zur Optimierung von Ladezeiten stellen Accelerated Mobile Pages (AMP) dar. Unter der Führung von Google wurde dieses Programm zur Erstellung von Webseiten speziell für mobile Geräte entwickelt. Dadurch kann auch mit geringer Bandbreite deutlich schneller geladen werden. Hierbei wird der Trend von Mobile First verdeutlicht.

3. Navigation

Das Nutzungserlebnis wird auch über das Design der Webseite definiert. Dies bedeutet, dass Websites übersichtlich und einfach zu verstehen sein müssen. Da es nun Unterschiede zwischen den Größen der Bildschirme gibt, bedarf es einer Optimierung des generellen Aufbaus der Seite.

Optimierendes Design

Eine lange Menüleiste sieht zunächst auf einem großen Desktop-Bildschirm passend aus, aber auf dem Smartphone wird dies nicht funktionieren. Aus diesem Grund braucht man beispielsweise ein Hamburger-Menü-Icon (drei waagerechte, parallel zueinander platzierten Strichen, die an einen Hamburger erinnern). Dieser Button wird bei Webseiten implementiert, um das Platzproblem auf kleinen Bildschirmen zu lösen.

Im Unterschied dazu steht die relativ große Fläche von Desktops, die viel Platz zum gestalten bieten. Unwichtige Infos und Funktionen sollten durch das größere Display dennoch nicht platziert werden. Auch viel zu lange Texte gelten als Störfaktor auf einer klaren Seite.

Welcher Inhalt aber unbedingt auf Ihre eigene Webseite einer Praxis gehört,
können sie hier in einem anderen Blogartikel nachlesen.

4. Markenidentität (Brand Identity)

Doch trotz der Reduzierung bei Mobile First auf das Wichtigste, sollte die Markenidentität nicht verloren gehen. Dieses Fundament einer erfolgreichen Marke stellt die Werte und Eigenschaften dar. Die Darstellung einer Arztpraxis sollte im Internet natürlich seriös sein. Aus diesem Grund muss ein passendes Design gefunden werden, um diese Werte dem Patienten aufzuzeigen.  Allerdings dürfen diese Werte bei einer mobilen Variante der Webseite nicht fehlen.

V. Das Wichtigste auf einen Blick

Im Grunde handelt es sich bei Mobile First nicht um einen Design-Ansatz. Stattdessen wird sich im Ansatz auf den Inhalt bezogen. Denn nur die wichtigen Elemente kommen letztlich auf auf die Webseite. Das Design auf Smartphones ist zwar reduziert, trotzdem sollten User Experience und Usability stimmen. Des Weiteren kann eine Mobile First-Seite aufgrund der schlankeren Struktur leichter an neue Entwicklungen angepasst werden als eine herkömmliche Webseite.

Bei der Erstellung einer Homepage für mobile Webseiten sollten Sie auf folgendes Rücksicht nehmen:

Jedoch überlagern die Vorteile der Übersichtlichkeit und der höheren Reichweite diese Anstrengungen.

Smartphones nehmen einen sehr großen Teil in unserem alltäglichem Leben ein, deswegen ist mobile Optimierung extrem wichtig bei Websites geworden. Funktionen und Inhalte müssen korrekt dargestellt werden und für jeden zugänglich sein. Als Ergebnis dieses Web-Trends ist dabei die Entwicklung von Mobile First.


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